Hochzeitstorten - Tortenfiguren

Neben dem sicherlich süßen Genuss an eurer Seite, zählt an eurem Hochzeitstag bestimmt auch eure Hochzeitstorte.

Auch das Anschneiden der Hochzeitstorte ist eine der ältesten Hochzeitstraditionen und wurde bereits mit einer Art Kuchen bei den Römern zelebriert. Damals teilte das Brautpaar den Kuchen in der Mitte und aß davon mehrere Stücke. Der Rest des Kuchens wurde über dem Kopf der Braut in kleine Stücke zerbrochen und von den Gästen gesammelt und gegessen. Mit diesem Ritual wurden die Götter gebeten, das junge Ehepaar mit Nachwuchs zu segnen.

Lesbian Wedding Hochzeitstorte - G&L-Wedding

Die mehrstöckige Hochzeitstorte, so wie wir sie heute kennen, stammt vermutlich aus England. Dort brachten nämlich bereits vor vielen Jahrhunderten die Familienmitglieder und Gäste des Paares ihre selbstgemachten Köstlichkeiten zur Hochzeit mit. Die Torten wurden dann übereinander gestapelt, so dass sich ein Tortenturm bildete. Das Hochzeitspaar musste nun versuchen, sich über den „Berg“ hinweg zu küssen – jedoch ohne die Torte zu berühren oder umzustoßen. Denn sonst würde die Fruchtbarkeit verloren gehen.

Später war es dann durch die französische Erfindung des Zuckergusses möglich, die einzelnen Torten miteinander zu verbinden. Die einzelnen Torten konnten nun nicht mehr umgestoßen werden, so dass von nun an der Kindersegen gesichert war.

Heutzutage bestehen die Hochzeitstorten zu einem Großteil aus weißem Marzipan oder weißem Zuckerguss und stellen durch ihre zahlreichen Verziehrungen nahezu kleine Kunstwerke dar. Der Farbe weiß kommt dabei eine besondere Rolle zu. Denn sie steht für Glück, Reinheit und Jungfräulichkeit.

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Neben einem lockeren Teig, einer leckeren Cremefüllung und der Verarbeitung von Früchten, bilden in der Regel weiße Tauben, Widmungen mit den Namen des Brautpaars oder kleine Tortenfiguren (Cake Topper) den krönenden Tortenabschluss.

Nicht selten wird zur Hochzeit eine fünfstöckige Hochzeitstorte kreiert, da die fünf „Tortenstufen“ einen kompletten Lebenszyklus (Geburt, Kommunion/ Konfirmation, Heirat, Geburt der Kinder, Tod) symbolisieren sollen.

Warum also nicht auch eine sechsstufige Regenbogentorte, die mit ihren sechs symbolischen Farben rot, orange, gelb, grün (königs)blau und violett, eurer Regenbogenhochzeit sicher noch den letzten Schliff verleiht. Und fern ab von der traditionellen und manchmal auch eher tristen weißen Hochzeitstorte, setzt eine sechsfarbige Regenbogentorte auf eurer Hochzeit sicher noch die passenden Farbakzente.

Anschneiden und Essen der Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte wird gemeinsam vom Brautpaar angeschnitten. Einer Sage nach, soll jene Ehepartnerin das Wort in der Ehe haben, dessen Hand sich beim Anschneiden der Hochzeitstorte oben befindet.

Einem angelsächsischen Brauch zufolge, isst man die Hochzeitstorte beim Empfang der Hochzeitsgesellschaft als Begrüßungshäppchen. Sie kann aber auch am Nachmittag zu einer Tasse Kaffee oder als Dessert im Anschluss an das Hochzeitsmahl angeschnitten werden. Einige Paare warten mit dem Anschneiden bis Mitternacht und reichen ein Stückchen Torte als kleinen Mitternachtssnack oder gar „Betthupferl“.

 

Wusstest du schon,
dass das gegenseitige Füttern mit einem Stückchen Hochzeitstorte das Eheglück erhalten soll? Einem alten Aberglauben zufolge, muss sich das Brautpaar nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte gegenseitig füttern, um das Eheglück zu erhalten. – Also: Nicht vergessen!